Woher kommt der Name „EUREKA“?

Der Name des EUREKA ® e.V. basiert auf dem griechischen Wort ευρηκα (eureka), ich habe gefunden (Perfekt von ευρισκω, ich finde).

Eureka ist ein Schlagwort, das genau den Kern des Ideenmanagements trifft. Der römische Architekt und Ingenieur Vitruv (55 v.u.Z - 14) berichtete vor rund zweitausend Jahren im IX. Buch seines Werkes „Über die Architektur“, wie Eureka zum geflügelten Wort wurde.

Archimedes von Syrakus (285 - 212 v.u.Z.) war ein bedeutender Mathematiker, Physiker und Techniker der Antike. Unter anderem werden ihm die Bestimmung des Kreisumfangs mit der Zahl π, die Entdeckung der physikalischen Gesetze der schiefen Ebene und des Auftriebs, die Erfindung von Flaschenzug, Brennspiegel, Wurfmaschinen und Bewässerungsschraube zugeschrieben. Vitruv hat uns über Archimedes folgende Geschichte überliefert:

Als Hieron II. im Jahr 265 v.u.Z. die königliche Macht in Syrakus erlangt hatte, ließ er für einen Tempel zu Ehren der unsterblichen Götter eine goldene Krone als Weihgabe anfertigen. Er verdingte die Anfertigung um einen Arbeitslohn und wog dem Kunsthandwerker das Gold genau nach Gewicht zu. Dieser legte zur gegebenen Zeit das schön gearbeitete Werkstück zur Abnahme vor, und er schien das Gewicht der Krone genau abgeliefert zu haben.

Später wurde Anzeige erstattet, es sei Gold weggenommen und der Krone ebenso viel Silber beigemischt worden. Hieron war darüber erbost, dass er betrogen war. Da er jedoch kein Mittel ausfindig machen konnte, die Unterschlagung nachzuweisen, bat er Archimedes, er soll es übernehmen, sich darüber Gedanken zu machen.

Während dieser darüber nachdachte, ging er zufällig in eine Badestube und, als er dort in die Badewanne stieg, bemerkte er, dass ebenso viel, wie von seinem Körper in die Wanne eintauchte, an Wasser aus der Wanne herausfloss. Weil dies einen Weg für die Lösung der Aufgabe gezeigt hatte, hielt er sich nicht weiter auf, sondern sprang voller Freude aus der Badewanne, lief nackt nach Hause und rief mit lauter Stimme, er habe das gefunden, was er suche. Laufend rief er auf griechisch: „Eureka, ich hab’s gefunden!“

Dann aber soll er in Verfolgung dieser Entdeckung zwei Klumpen von dem gleichen Gewicht, das auch die Krone hatte, angefertigt haben, einen aus Gold, den zweiten aus Silber. Danach füllte er ein großes Gefäß bis an den äußersten Rand mit Wasser und dahinein tauchte er den Silberklumpen. Dem Volumen des in das Wasser eingetauchten Silberklumpens entsprach die Menge des abfließenden Wassers.

Nach diesem Experiment tauchte er in gleicher Weise das Gold in den Kessel. Er stellte fest, dass weniger Wasser überschwappte: Soviel weniger, wie das Gold gegenüber dem gleich schweren Körper aus Silber an geringerem Volumen hatte. Schließlich aber füllte er das Gefäß wieder auf, tauchte die Krone selbst in das gleiche Wasser hinein und fand, dass, als die Krone eingetaucht war, mehr Wasser abgeflossen war als dann, als der Goldklumpen von gleichem Gewicht eingetaucht war.

Und so errechnete er aus dem, was im Falle der Krone mehr an Wasser abgeflossen war als im Falle des Goldklumpens, die Beimischung des Silbers zum Gold und wies die offensichtliche Unterschlagung des Goldschmieds nach.

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